Alkohol am Steuer, welche Promillegrenzen haben welche Konsequenzen

19.Mrz 2014 keine Kommentare »
Alkohol am Steuer, welche Promillegrenzen haben welche Konsequenzen

Wer sich unter Einfluss von Alkohol an das Steuer eines Fahrzeugs setzt, gefährdet nicht nur das eigene Leben, sondern auch unschuldige Menschen. Dies ist ein Fakt, so dass Alkohol am Steuer keinesfalls als ein Kavaliersdelikt betrachtet werden darf.


Strafen für Alkohol am Steuer

Es ist sehr egoistisch zu glauben, dass trotz des Genusses alkoholischer Getränke weiterhin die volle Fähigkeit zur Konzentration und schnellen Handlungen besteht. Dass ein derartiges Verhalten im Straßenverkehr eine Strafe nach sich zieht, ist somit nur konsequent. Es darf nicht darum gehen irgendwie durchzukommen und nicht entdeckt zu werden. Die sie erwartenden Strafen sind eindeutig geregelt. Konsequenzen sein können Geldstrafen, Punkte in Flensburg, ein Fahrverbot und in extremen Fällen sogar Freiheitsentzug.

Nullpromille bei Fahranfängern

Dass Fahranfänger keinen Alkohol trinken dürfen, also dass sie eine Null-Promille-Grenze haben, sollte bekannt sein. In der Probezeit würde die ansonsten für Autofahrer geltende Grenze von 0,5 Promille eine Geldbuße von 250 € sowie zwei Punkte in Flensburg bedeutet. Diese Punkte haben ein Aufbauseminar für Fahranfänger zur Folge, ehe der Führerschein auf Probe zu einem normalen Führerschein umbewertet wird. Sollte sogar ein noch höherer Alkoholwert vorliegen, drohen weitaus höhere Strafen, so wie bei allen anderen Verkehrsteilnehmern und wie hier nachfolgend beschrieben.

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Bestrafung bei Alkohol im Straßenverkehr

  • 0,3 – 0,5 Promille

Einmal angenommen, bei einer Verkehrskontrolle wird bei einem Fahrer ein Blutalkoholwert bis zu 0,5 Promille nachgewiesen. Normalerweise führt dies zu keiner Strafe, da 0,5 Promille offiziell erlaubt sind. (Vor einigen Jahren waren es sogar 0,8 Promille, in der ehemaligen DDR hingegen galt eine strikte Null-Promille-Grenze.) Doch sollte der Fahrer sich im Verkehr auffällig verhalten haben und sollte es sogar zu einem Unfall gekommen sein, gibt es als Folge 7 Punkte in Flensburg, möglicherweise eine Geldstrafe und in einem extremen Fall besteht auch die Möglichkeit zu einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.

0,3 - 0,5 Promille

Sollte ein Fahrverbot ausgesprochen werden, so gilt dieses entweder sechs Monate, in schweren Fällen auch fünf Jahre oder gar lebenslang. Dies sind allerdings tatsächlich Ausnahmefälle, normalerweise passiert wie erwähnt bei dieser geringen Blutalkoholmenge nichts.

  • ab 0,5 – 1,1 Promille

Anders ist dies falls der Wert des Alkohols im Blut bei 0,5 bis 1,1 Promille liegt. Bei der ersten Trunkenheitsfahrt gibt es vier Punkte, ein Fahrverbot von einem Monat sowie 500 € Bußgeld. Dieses erhöht sich bei Trunkenheitsfahrt Nummer 2 auf 1000 €, das Fahrverbot wird auf drei Monate festgesetzt.

0,5 - 1,1 Promille

Bei allen folgenden Trunkenheitsfahrten gibt es weitere vier Punkte in Flensburg, 1500 € Bußgeld und drei Monate Fahrverbot. Bei extremer Fahrunsicherheit sind es sogar 7 Punkte und der Führerschein wird sechs Monate bis fünf Jahre entzogen. Etwas anders ist die Situation, falls die Fahruntüchtigkeit zu einem Verkehrsunfall führte.

Wiederum gibt es sieben Punkte im Verkehrszentralregister, hinzu kann eine größere Geld- oder Freiheitsstrafe kommen. Der Führerschein wird nicht unter sechs Monate entzogen, möglicherweise sogar lebenslang. Zusätzlich werden eventuell Schmerzensgelder oder sonstige Schadensersatzforderungen geltend gemacht, je nach der Schwere des Unfalls.

  • ab 1,1 – 1,6 Promille

Liegt der Wert des Blutalkohols bei einem Fahrer sogar über 1,1 Promille, gelten ebenfalls die zuvor genannten Zahlen: also sieben Punkte, möglicherweise eine Geld- oder sogar Freiheitsstrafe, die bis zu fünf Jahre währen kann, dazu ein Führerscheinentzug im Bereich von sechs Monaten bis fünf Jahren, in ganz schlimmen Fällen auch lebenslang.

1,1 - 1,6 Promille

Bei einem Verkehrsunfall ist die Sperrfrist für den Führerscheinentzug nicht unter sechs Monaten, wiederum besteht die Möglichkeit auf Schadenersatz oder Schmerzensgeld. Eine MPU wird angeordnet, wenn ein Promillewert von über 1,6 gemessen wird.

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